Schnee ist nicht weiß

Achtung Physik
// 21 Dezember 2015
Schnee auf Zweigen (Bild: Pixabay/rachelsne0)

Genau genommen ist Schnee nicht weiß. Ein physikalischer Effekt sorgt aber dafür, dass er für uns weiß aussieht.

Die kleinen, durchsichtigen Eiskristalle, aus denen er besteht, reflektieren mit ihren spiegelnden Oberflächen alle möglichen Lichtstrahlen aus der Umgebung – sie werden an den Eiskristallen reflektiert, gebrochen, wieder reflektiert, mehrfach gestreut –, und das Mischlicht, das schließlich unser Auge erreicht, ergibt einen weißen Eindruck.

Schnee reflektiert die Umgebung, was sich in einem einfachen Experiment nachvollziehen lässt: Beleuchtet man ihn ausschließlich mit rotem Licht, sieht er rot aus; unter grünem Licht sieht er grün aus. Die Mischung aus vielen verschiedenen Lichtfarben aus der Umgebung lässt ihn schließlich weiß aussehen.

Den gleichen physikalischen Effekt nutzen Fernseher und Monitore: Sie können nur ein paar Lichtfarben einzeln aussenden, mischen diese aber zusammen zu Millionen verschiedener Farben. Wissenschaftler erforschen, welche Einzel-Farben man wie kombinieren kann, um daraus möglichst alle bunten Farben zusammenzumischen, die wir sehen können, um einen besonders farbenreichen Monitor herzustellen.

21.12.2015
BR 2, IQ – Wissenschaft und Forschung
Serie „Achtung Physik“