Nebel in der Bierflasche

Achtung Physik
// 27 Oktober 2014
Braune Bierflasche (Bild: Pixabay/StockSnap)

Wer Bier trinkt, produziert Regenwolken: Beim Öffnen der Flasche steigen sie auf und sind für einen Augenblick gut zu erkennen, bevor sie sich verflüchtigen.

Der feine Nebel, der aus der Flasche aufsteigt, ist Wasserdampf. Er war in der Flasche eingezwängt und strömt beim Öffnen hinaus. Dabei dehnt er sich in alle Richtungen aus, die Gasmoleküle stoßen also weniger aneinander als noch in der Flasche, und das bedeutet: Das Gas kühlt ab. Es kondensiert und bildet kleine Tröpfchen – eine Wolke –, die man besonders gut sehen kann, wenn das Bier kalt ist.

Was sich in der Bierflasche zwischen Wasser und Luft abspielt – Druck, Temperatur, Kondensation –, bestimmt auch unser Wetter. Da das Zusammenspiel hoch komplex ist, versuchen Wissenschaftler, es mit komplizierten Modellen zu beschreiben, um Effekte wie Wirbelstürme, Wind, Luftströmungen, Monsunregen oder Dürre, die sich daraus ergeben, zu verstehen und vorherzusagen.

27.10.2014
BR 2, IQ – Wissenschaft und Forschung
Serie „Achtung Physik“

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