Das Leuchten des Textmarkers

Achtung Physik
// 2 November 2015
Textmarker auf einem Schreibtisch (Bild: Pixabay/kropekk_pl)

Ein Textmarker leuchtet so intensiv, weil er unsichtbares Licht in sichtbares verwandelt.

Die Textmarker-Farbe enthält besondere Moleküle, die aus ultraviolettem Licht Energie aufnehmen. Wenn sie diese Energie wieder abgeben, machen sie das auch in Form von Licht: Dann leuchten sie – jetzt aber im sichtbaren Bereich. Diese sogenannte Photolumineszenz kann man eindrucksvoll sehen, wenn man Textmarker-Striche direkt mit ultraviolettem Licht bestrahlt: Dann leuchten sie besonders stark.

Ultraviolettes Licht, umgangssprachlich auch Schwarzlicht genannt, ist für unsere Augen nicht sichtbar, doch weil es auch im gewöhnlichen Tageslicht enthalten ist, leuchten Textmarker nicht nur unter einer UV-Lampe, sondern eben auch schon bei normalem Licht im Büro.

Dass Stoffe auf Strahlung reagieren und leuchten, nutzt man nicht nur bei Textmarkern, sondern auch bei Materialprüfungen: Halbleiter für elektronische Bauteile zum Beispiel kann man bestrahlen und aus dem Leuchten Rückschlüsse darauf ziehen, wie sauber ihre Kristallstruktur aufgebaut ist. Außerdem enthalten auch die Euro-Geldscheine zum Schutz vor Fälschungen Muster, die – genau nach dem gleichen Prinzip – erst unter UV-Licht sichtbar werden.

02.11.2015
BR 2, IQ – Wissenschaft und Forschung
Serie „Achtung Physik“